Beginn der Religionskritischen Reihe

Workshop zur Einführung in die Religionskritik
Sonntag, 20.03.11
Robert-Matzke-Str. 16

Im März wollen wir unsere Reihe zur Kritik der Religion mit einem interaktiven Workshop starten. Gelesen werden texte von Ludwig Feuerbach, Karl Marx, und Jean-Paul Sartre in Kleingruppen, um diese dann anschließend zusammenzutragen, zu vergleichen und eine Diskussion anzuregen. Mit diesen Grundlagen soll ein mehrperspektivischer Blick auf die Religion gelingen, welche sie als das entlarven soll, was sie ist: Eine vom Menschen erdachte Ideologie.
Um den Workshop sinnvoll zu gestalten ist es von Vorteil,wenn alle Interessierten pünklich kommen.
Ab 15h gibts Kaffee und Kuchen und 15:30 startet das Programm.

Zur Einführung siehe auch:
Texte zur Einführung der Religionskritik
‚Kritik der Religion und Esoterik‘ in der theorie.org Reihe
Oder auch beim Audioarchiv

birthdaycake
[Café Geburtstagstorte im Februar]


16 Antworten auf „Beginn der Religionskritischen Reihe“


  1. 1 human 26. Februar 2011 um 16:12 Uhr

    Gute Sache! Hier gibt es ein Essay über die individuelle Entwicklung des Glaubens. Das Modell der „Stufen des religiösen Urteils“ ist angelehnt an Kohlbergs „Stufen des moralischen Urteils“

    Hier der Link zu Essay: http://humantraffic.blogsport.de/images/DieStufendesreligisenUrteils.pdf

  2. 2 cafémensch 26. Februar 2011 um 18:29 Uhr

    danke für den hinweis und den text. kann gerne in die diskussion mit einfließen :)

  3. 3 Kopfschmerz 27. Februar 2011 um 12:09 Uhr

    Super Sache!

  4. 4 lyd 01. März 2011 um 17:37 Uhr

    Ich hab echt überlegt, zu kommen – bisschen Selbstkritik schadet ja nie. Aber der Ankündigungstext klingt nicht grad nach ner ergebnisoffenen Diskussion …

  5. 5 Kopfschmerz 01. März 2011 um 17:46 Uhr

    @ lyd
    Wie sieht den deiner Meinung nach eine erlebnisoffene Diskussion aus? Sollen etwas Schuhe oder gar Torten fliegen …

  6. 6 nonsense 02. März 2011 um 14:03 Uhr

    das ziel einer herrschaftsfreien, gewaltlosen, emanzipierten gesellschaft ist ebenso eine, vom menschen erdachte, ideologie. leitet sich sogar von den erlösungsreligionen ab. ist es deshalb schlecht?

  7. 7 farfalla 02. März 2011 um 21:32 Uhr

    @ lyd:
    das ergebniss der diskussion ist durchaus offen. die teilnehmenden werden wohl aber nach der lektüre von feuerbach, marx und sartre nicht undedingt anfangen den ‚herrn‘ zu preisen ;)

    @ nonsense:

    ideologie als notwendig falsches bewusstsein dient laut marx vor allem der rechtfertigung von machtverhältnissen, was die gleichsetzung von religiöser ideologie und der vision einer herrschtsfreien welt nichtig macht.
    die von dir angesprochenen ähnlichkeiten von religiösen und kommunistischen heilsversprechen sind allerdings ein spannendes thema. das ‚reich der freiheit‘ kann auch zur ersatzreligion werden, wenn es als glücksversprechen ein fernes ziel, dem sich die menschen, oder noch besser, die revolutionären subjekte, unterzuordnen hätten, wird.

  8. 8 w.m. 04. März 2011 um 20:05 Uhr

    Als ergebnisoffen scheint die Diskussion daher nicht zu sein, da sie bereits die (im einzelnen) nicht beweisbare Behauptung in den Raum stellt, jegliche Glaubensgrundlage sei erdacht, die Möglichkeit eines göttlichen Wesens in bekannter Form damit nichtig. Ich denke Religion lässt sich auch sehr gut (und viel produktiver) kritisieren ohne über die Realitätsfrage zu streiten. Anstatt müßiger (weil nicht zu klärender) Weise über die Existenz oder eben Nichtexistenz unbekannter Naturkräfte/ Organismen/ Prinzipien/ Instanzen, wie sie in den Religionen als Götter beschrieben werden, zu streiten, wäre es lohnender die konkreten Ableitungen und Konsequenzen die in verschiedenen Glaubenslehren daraus gezogen werden zu thematisieren. Götter, göttliche Prinzipien, Magie etc. gibt es entweder oder nicht, Beweis bzw. Gegenbeweis blieben bisher aus. Daran würd sich nichts ändern, auch wenn einer emanzipatorischen Theorie der Gedanke an Götter/ Göttinnen nicht gefällt. Ziel der Kritik können aber ethische Grundsätze, Moralvorstellungen und gruppenpsychologische Effekte in Glaubensgemeinschaften sein, das fände ich dann auch ergebnisoffen.

  9. 9 Hi-Pi 08. März 2011 um 19:32 Uhr

    Ziel der Kritik kann es aber auch sein, einfach aufzuzeigen, welche Bedürfnisse religiöse Weltanschauungen auf welche Weise befriedigen und wie diese Bedürfnisse mit einer irrationalen und menschenverachtenden Weltordnung einhergehen.
    Damit ist kein übernatürlich-transzendentes Wesen widerlegt, aber klar gemacht, wieso die Vorstellung von einem solchen Wesen sich historisch mit den Übergängen von einer dominanten Gesellschaftsordnung in eine andere wandelt.

  10. 10 farfalla 17. März 2011 um 2:38 Uhr

    @ w.m.:

    über die realitätsfrage, wie du sie nennst, will ich persönlich auch nicht diskustieren. wäre verlorene zeit.

    ich denke die diskusion am sonntag dürfte genügend raum bieten und die reihe verspricht auch ein breites spektrum an möglichem diskurs.

  11. 11 human 18. März 2011 um 9:52 Uhr

    ideologie ist wie mundgeruch – es haben immer nur die anderen…

  12. 12 angryyouth 21. März 2011 um 14:19 Uhr

    hey farfala , warum gibst du unter deinen nato-lobgesängen bei anarchiadd die kommentarspalte nicht frei?

  13. 13 farfalla 21. März 2011 um 15:00 Uhr

    @ angryone:

    weil ich dem pöbel keine plattform für seinen hass bieten will :P

  14. 14 angry 21. März 2011 um 18:57 Uhr

    dann solltest du dir vlt einen privatblog anlegen und dort dann deine nato-freundliche sülze posten…

  15. 15 Café 21. März 2011 um 19:07 Uhr

    Wenn hier weiterhin Leute das Bedürfnis verspüren ihre Grabenkämpfe auszutragen wird hier die Kommentarfunktion auch erstmal deaktiviert oder alles komplett moderiert.

  1. 1 Religionskritische Veranstaltungen in Dresden « Human Traffic ☭ gegen die deutsche Langeweile Pingback am 26. Februar 2011 um 16:08 Uhr
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