Café # 7

Bitte beachtet, dass das Café Négation im Oktober nicht wie gewohnt in der Praxis, sondern in der RM 16 stattfinden wird.
Sonntag, 17.10.10 Robert-Matzke Straße 16
Ab 14 Uhr: Workshop mit Dr. Heinz-Jürgen Voß
Titel: Queer Theory und Kapitalismuskritik- Eine notwendige Verbindung

cafeoktober
Einen ausführlichen Ankündigungstext und auch Infos zur Comic Ausstellung samt
Vernissage am selben Abend gibts hier:

Ankündigungstext Café:

„Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es“, hat Simone de Beauvoir
bereits 1949 festgestellt. Mit der Queer Theory wurde der Blick spätestens
in den letzten 20 Jahren generell auf die Konstruktion von
Geschlechterverhältnissen geworfen. Doch was ist das eigentlich, Queer
Theory? Wie ist sie entstanden, in welchem Umfeld hat sie sich etabliert?
Häufig wird dabei auch auf die Verstrickung von queeren Gedanken und
neoliberaler Ideologie hingewiesen. Ist das nur antifeminstisches
Säbelrasseln oder doch ernstzunehmen? Und welche Rolle spielt
Kapitalismuskritik in diesem Kontext? Verbinden wollen wir diese Fragen in
einem Workshop am 17. Oktober gemeinsam mit Heinz-Jürgen Voß, der seit
einigen Jahren in queeren Zusammenhängen aktiv ist und über die
biologische Konstruktion von Geschlecht promoviert hat (Making Sex Revisited).
Die Perspektive des Workshops ist die Suche nach einer gerechten
Gesellschaft, die kaptialismuskritische und queere Argumente ernstnimmt.
Und auch diesmal gibt es allerlei Köstlichkeiten, die ihr auch gerne
mitbringen dürft. Neben Kaffee und Kuchen wird diesmal auch für Vokü
gesorgt sein.

Im Anschluss findet die Vernissage zur „Trouble X“-Ausstellung statt.
vernissage

Die Ausdrucksstärke von Comics wird häufig unterschätzt. Erlebnisse aus dem Alltag sind als Inhalt kaum üblich. Das Format ist bekannt als lustige, bunte unterhaltende Bildergeschichte für Kinder. Bei den trouble x Comix aus Berlin ist das anders, sie thematisieren Konflikte, die mit den Gewohnheiten des Alltags entstehen. Ein Comicstrip erzählt in schwarzweiß von den Schwierigkeiten die eigene Identität in der Realität durchzusetzen. Die Zeichnungen sind ein Versuch erfahrene Fremdzwänge und ersehntes Selbstkonzept auszubalancieren und verletzte, enttäuschte und entrüstete Gefühle auszudrücken. Das Ich, welches den Geschichten zu Grunde gelegt ist, hat eine plurale, linke und queere Identität. Die Fähigkeit sich mit sich selbst zu identifizieren, führt so zu einer Verfolgungsjagd pluraler Widersprüche:
„what do you want to be? boy or girl? both or none?“
Um auf Prozesse aufmerksam zu machen, die Identität einschränken und die Schwierigkeiten des Ausbruchs aus einer festen Identität zu verdeutlichen, zeigen wir die trouble x-Arbeiten in einer kleinen Ausstellung in der Robert-Matzke-Str.16 im Zeitraum von 17. bis 23.Oktober

„.it’s up to you now…“


5 Antworten auf „Café # 7“


  1. 1 TROUBLE X 07. Oktober 2010 um 8:43 Uhr

    .danke!
    …es wird bestimmt toll!

  2. 2 Vor- Vorbereitungsgrüppchen 11. Oktober 2010 um 10:49 Uhr

    Liebe Leute,

    wir laden euch herzlich zu einem Treffen zur Vorbereitung eines sexismuskritischen Events ein. Sexismuskritisch heißt für uns ganz grob sich mit den bestehenden binären Geschlechterzuschreibungen und den dadurch entstandenen gesellschaftlichen Zuständen auseinanderzusetzen.
    Über konkretere Vorstellungen und Planungen würden wir gerne mit euch zusammen bei dem Vorbereitungstreffen sprechen. Dieses Treffen findet am Dienstag den 19.10. um 19h in der RM 16 statt.

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  2. 2 .exhibition/ausstellung RM 16, dresden. | Som2ny - Articles, Photos & Videos Pingback am 31. Dezember 2012 um 18:32 Uhr
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